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Der Berliner Senat stellt 100 Millionen für die Berliner Wirtschaft bereit

Die großen Energie-Entlastungspakete des Bundes sind beschlossen, werden in großem Umfang aber erst in einigen Wochen bei den Unternehmen ankommen. Viele KMU, Selbständige und Freiberufler stehen durch die drastisch gestiegenen Lebenshaltungs- und Energiekosten jedoch schon jetzt finanziell unter starkem Druck. Die Sorge, ihre Firmen nicht durch den Winter bringen zu können, ist bei vielen Unternehmerinnen und Unternehmern groß. Ihnen will der Berliner Senat schnell und unbürokratisch mit der „Liquiditätshilfe Energie“ helfen.  Das Programm, so erläuterte der parteilose Wirtschaftssenator Stephan Schwarz, versteht sich als Ergänzung zu den Hilfen des Bundes. Es biete Schutz vor krisenbedingten Zahlungsausfällen und sichere damit auch Arbeitsplätze in der Stadt. Berlin ist das erste Bundesland, das ein solches Liquiditätsprogramm gestartet hat.

Die Eckpunkte der neuen Liquiditätshilfe Energie

Antragstellende können von mindestens 10.000 Euro bis zu einer Million Euro als Darlehen zu vergünstigten Zinskonditionen beantragen.Schon ab Ende Oktober können bei der Invesitionsbank Berlin die Anträge gestellt werden. Die Senatsverwaltung verspricht schnelle Bearbeitung.

Wichtigster Nachweis: Die Energiekosten müssen sich innerhalb eines Jahres verdoppelt haben.
Antragsberechtigte müssen bereits mehr als drei Jahre am Markt sein und eine Betriebsstätte in Berlin haben.

Ein Antrag kann nur gestellt werden, wenn eine Kofinanzierung sichergestellt ist und ein Sanierungskonzept vorliegt. 

Ausgeschlossen sind unter anderem Unternehmen der Stahlindustrie, Finanzinstitute, Land- und Forstwirtschaftsbetriebe, Wohnungsbaufirmen und Baugewerbeunternehmen.

Nach etwa vierzehn Tagen sollen die Antragstellenden mit der Auszahlung der Hilfen rechnen können.
Das Darlehen muss in der Regel innerhalb von fünf Jahren zurückgezahlt werden. Zwei Jahre können tilgungsfrei bleiben.

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Der Senat wird die Situation am Energiemarkt weiter beobachten. Zuschüsse für Betriebe neben den Darlehen sind aktuell zwar nicht geplant, aber auch nicht ausgeschlossen. Der Wirtschaftssenator äußerte die Hoffnung, dass weitere Zuschüssen vielleicht gar nicht mehr nötig sein werden, wenn die vom Bund in Aussicht gestellte Strom- und Gaspreisbremse wirkt.

Quelle: IMW Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V.